Veganismus

Alles andere ist Mord

Schweizer Fleisch
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Kampagne gegen Schweizer "Fleisch"-Propaganda

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Kampagne gegen Schweizer "Fleisch"-Propaganda


Siebenhundertzwanzig Hühner, dreihundertneunzig Fische, dreiunddreissig Schweine, fünfundzwanzig Kaninchen, acht Rinder, sechs Schafe, vier Rehe, zwei Ziegen, und ein halbes Pferd – so viele Tiere isst ein Schweizer durchschnittlich in seinem Leben.

Doch das Image von »Fleisch« ist angekratzt. Zwar überwiegend aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen (aktuell etwa die CO2-Diskussion), doch auch ethische Aspekte, Tierrechte erlangen immer mehr Bedeutung.

Die Tierausbeutungspropaganda läuft daher auf Hochtouren: »Schweizer Fleisch. Alles andere ist Beilage« (»Viande Suisse. Tout le reste n'est que garniture.«), so der absurde Slogan.

Dem setzen Tierrechtler nun Fakten entgegen. Auf der Website www.schweizerFLEIS.CH werden statt der unkenntlichen Leichenteile die Opfer in den Vordergrund gestellt, mit entsprechend korrigierten Slogans.

Der ursprüngliche, mittlerweile zwei Jahre alte, Werbeslogan ist inzwischen sehr bekannt, bereits nach einem dreiviertel Jahr erkannte ihn laut "Werbewoche" mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung. Die Tierrechtsinitiative Maqi drehte den Spiess um: "Veganismus. Alles andere ist Mord."

So sieht sie aus, die aktuelle Propaganda, die jeweils in der Behauptung »Schweizer Fleisch. Alles andere ist Beilage.« gipfelt: vermeintlich appetitlich "angerichtete" Leichenteile, beschriftet mit "Für Vegetarier nicht geeignet", "Biologisch abbaubar", "Eisenpräparat", "Fast Food", "Ich war einmal Grünzeug", "Natürlicher Tofu-Ersatz", "Garantiert ohne pflanzliche Fette", "Offizieller Protein-Lieferant der Schweiz".

Ende März 2007 schrieb der Landwirtschaftliche Informationsdienst: "Herr und Frau Schweizer haben mehr Vertrauen in Fleisch als noch fünf Jahre zuvor. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Branchenorganisation Proviande. Auch der Produktdeklaration und der Tierhaltung vertrauen die Konsumenten mehr – besonders bei Schweizer Fleisch. Nachdem in den Vorjahren der Fleischkonsum rückgängig war, deutet sich eine Trendumkehr an. Jedoch wird beim Einkauf vermehrt auf den Preis geschaut. Fleisch ist aus Sicht der Konsumenten eine gute Energiequelle. Als Hauptgrund für den Fleischkonsum geben jedoch die meisten an, dass sie das Fleisch geniessen." Wie diese »repräsentative Umfrage« ausgesehen haben mag, lässt schon die Formulierung ahnen. Wie wurde im Namen des Grossen Bruders verkündet? Die Schokoladenrationen seien erhöht worden ...

Betrachten wir einige der Propagandaslogans näher.

Natürlich?

Natürlicher Tofuersatz: Damit soll suggeriert werden, daß Leichenfrass natürlich und somit etwas Gutes sei, im Gegensatz zu unnatürlichem bzw. künstlichem Tofu.

Aber weshalb soll es »natürlicher« sein, Soja an in »natürliche« Mastanlagen eingesperrte, qualgezüchtete Tiere zu verfüttern, diesen die Kehle aufzuschlitzen, ihre Körper in »natürlichen« Kühlkammern, damit die Verwesung aufgehalten wird, aufzuhängen, bis die Leichenstarre nachläßt, ihre Körperteile dann mit »natürlicher« Elektrizität zu erhitzen – warum also soll das »natürlicher« sein, als Sojabohnen gleich zu kochen, zu pürieren und zu Tofu einzudicken? Nur weil schon Cromagnons vor Äonen Tiere jagten und umbrachten, während »unnatürlicher« Ackerbau erst vor fünftausend Jahren eingeführt wurde, Tofu erst vor zweitausend erfunden?

Davon abgesehen heisst »natürlich« nicht unbedingt gut, schliesslich müssten die »natürlichen« Jäger nackt, ohne »künstliche« Kleidung oder gar Waffen, hinter der Beute herrennen, um die Leichenteile dann roh zu verzehren, statt sie »künstlich« zu braten. Wenigstens bekämen sie in der Schweiz keine Probleme mit giftigen, weil rohen Kartoffeln, da diese erst durch »künstliche« Schiffe nach Europa kamen. Probleme bekämen sie auf ihrer »natürlichen« Nahrungssuche lediglich mit den Bäumen, gegen die viele von ihnen rennen würden, so ganz ohne »künstliche« Sehhilfe, auf die manch einer angewiesen ist.

Tofu-Ersatz

Tofu, ein jahrtausendealtes Grundnahrungsmittel, ist selbstverständlich alles andere als ein »Fleischersatz«, wie das Bild vom "natürlichen Tofuersatz" einen glauben machen will.

Vielmehr wäre umgekehrt »Fleisch« eher ein ethisch (und nebenbei bemerkt auch kulinarisch und ernährungsphysiologisch) äußerst minderwertiger Tofuersatz – zumindest, was manche Arten der Tofuzubereitung angeht, für andere Tofugerichte (siehe http://tierrechtskochbuch.de) – etwa Zupfkuchen, Frühlingssojabohnenquark oder Tofueiscreme – wäre es völlig ungeeignet.

Grünzeug

Ein wahrer Kern steckt, wenn auch wohl unfreiwillig, im Slogan "Ich war einmal Grünzeug": Die Hälfte der Weltgetreideproduktion, 80% der Weltsojaproduktion wird verschwendet, um, neben ein paar Leichenteilen usw. für den Konsum, überwiegend Gülle etc. zu produzieren. Mit diesem »Grünzeug« könnte ein mehrfaches der Weltbevölkerung ernährt werden ...

Der Propaganda werden folgende korrigierte Slogans – in Verbindung mit den gesichtern der Opfer – entgegengesetzt:
  • Für ethisch Minderbemittelte geeignet
  • Biologisch tot
  • Leichenpräparat
  • Not Food
  • Ich war einmal lebendig
  • Minderwertiger Tofu-Ersatz
  • Garantiert ohne Mitgefühl
  • Leid-Lieferant

Internet: www.schweizer-FLEIS.CH
Quelle: Grünes Blatt Frühsommer 2007 (2/2007)
Adresse: http://schweizerfleis.ch/gruenes-blatt
1. September 2007